Mosaiksteine bearbeiten

Antike Technik – Mosaikhammer

Bei der originalen Technik wird ein Spaltkeil (auch Meißel/Dorn) fest in einen Holzblock oder ähnliches eingelassen. Die Steine aus Marmor, Stein oder Glas werden mit einem Mosaikhammer zerteilt und auf die gewünschte Größe zugeschlagen. Dabei werden die Mosaiksteine zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten und der Hammer wird locker aus dem Ellenbogengelenk geschlagen. Es ist auf eine bequeme Steh- oder Sitzhaltung zu achten. Der Spaltkeil hat die richtige Höhe, wenn man den Hammer nicht anheben, sondern nur „fallen lassen“ muss. Mosaikhammer und Spaltkeil müssen ab und zu nachgeschliffen werden.

Die verhältnismäßig dicken Smalten lassen sich am besten mit dem Hammer zerschlagen.

Moderne Technik – Mosaikzange

Mit einer Mosaikzange lassen sich beinahe alle Materialien gut zerteilen. Es gibt einfache Zangen (z.B. die Allround-Mosaikzange), die für alle Materialien benutzt werden können sowohl als auch spezielle Mosaikzangen. Eine spezielle Zange für Marmor und Keramik hat längere Griffe und teilt die Steine leichter.

Bei der Benutzung der Mosaikzangen ist darauf zu achten, dass der zu teilende Stein nur einige Millimeter zwischen die Zangenbacken geschoben wird. Dann hält man den Stein fest zwischen Daumen und Zeigefinger und zwickt den Stein ab. Die Schnittkante verläuft nun gerade über den ganzen Mosaikstein.

Mit einer Glasmosaikzange splittern Glasmosaiksteine weniger. Glasmosaikzangen haben zwei Rädchen, zwischen denen der Stein oder das Glasmaterial zerteilt wird. Diese Zangen werden auch in der Tiffany-Technik angewandt. Ist die Schnittfläche stumpf geworden, dreht man die Rädchen einfach einen Millimeter weiter. Ersatzrädchen können nachbestellt werden.

Fliesenschneider

Die Fliese wird auf eine gerade Unterlage gelegt und mit dem Schneiderädchen wie gewünscht angeritzt. Dann wird sie in den Schneider eingelegt und entlang der Linie durchgebrochen.

Glasschneider

Das Glas (Spiegel, Tiffanyglas, größere Glasmosaiksteine) wird mit dem Rädchen am Glasschneider angeritzt und durch einen Schlag mit der Rückseite des Glassschneiders durchgebrochen. Man kann es auch über einem Spaltkeil oder an der Tischkante auseinanderbrechen. Es ist ratsam, bei dieser Arbeit Handschuhe zu tragen, da es leicht zu Absplitterungen kommt.

Veröffentlicht in:  on 26. Juni 2008 at 7:38 Kommentar schreiben

Smalten

Die aus handgezogener italienischen Glaspaste gewonnenen Mosaiksteine nennt man Smalten. Nach uralten überlieferten Geheimrezepten werden eine Vielzahl verschiedener Farben in sogenannten Glaskuchen (Ital. „Pizza“) hergestellt. Man erwirbt entweder Teile dieser Glaskuchen oder grob vorgeschnittenes Material. Smalti gibt es auch mit einer Gold- oder Silberschicht und in transparent.

 

Smalti wurden hauptsächlich in der byzantinischen Epoche verwendet. Wunderbare farbenfrohe Beispiele finden sich in Ravenna in Italien. Aufgrund ihrer unregelmäßigen Oberfläche spiegeln sie das Licht auf besondere Weise wieder. Smalti sind eher für die Dekoration und für Wandmosaiken geeignet.

 

Smalti blau   

 

Italienische Mosaiksteine / Smalti im Mosaik-Laden

 

Veröffentlicht in:  on 10. Juni 2008 at 7:45 Kommentar schreiben

In diesem Jahr neu: Mosaikkurse

Neu in diesem Jahr: wir bieten Wochenendkurse, einen offenen Werkstattabend sowie Kindergeburtstage an.
Nähere Informationen HIER.
Veröffentlicht in:  on 16. Januar 2008 at 2:18 Kommentar schreiben

Windlichter

Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit ist das Verzieren von Windlichtern mit Mosaik sehr beliebt. Hier eine kurze Anleitung:

  1. Man besorgt sich ein Glaswindlicht, transparentes Silikon sowie transparente, halbtransparente und normale Mosaiksteine
  2. Je nach Geschmack beklebt man nun das Windlicht mit den Mosaiksteinen. Entweder man arbeitet ein einfaches Motiv oder aber man legt die Steine einfach in unregelmässiger Reihenfolge aneinander.
  3. Es bietet sich an, zuerst die Ober- und die Unterkante zu bekleben, dann die Mitte.
  4. Nach kurzer Trocknunszeit des Silikons kann man das Windlicht, sollte es eckig sein, auch auf die bereits beklebte Seite legen und die anderen Seiten bearbeiten. Runde Windlichter bleiben einfach stehen oder werden auf den Kopf gestellt.
  5. Das Verfugen eines Windlichtes ist nicht unbedingt nötig, somit kann das Licht gut durch die Fugen schimmern.
Veröffentlicht in:  on 11. November 2007 at 9:38 Kommentar schreiben